Der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz
Für Kletterer als Natursportler ist das Thema Natur- und Umweltschutz ein Bestandteil Ihres Sportes. Im Klettergebiet Südpfalz wurde hierzu der Arbeitskreis "Klettern und Naturschutz" gebildet der sich mit dem Thema beschäftigt. Wir arbeiten als Vertreter des Pfälzer Wanderfalkenschutzes in diesem Arbeitskreis mit. Der Arbeitskreis ist in die folgenden 3 Arbeitsgruppen unterteilt:
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AG Felssperrungen und Vogelschutz
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AG Sanierung und Sicherheit
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AG Wegebau und Felspatenschaften
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Arbeitsgruppe Felssperrungen und Vogelschutz
Der Artenschutz und hierbei speziell der Vogelschutz ist ein zentrales Anliegen der Naturschutzverbände. Da Wanderfalke und Uhu die Felsen der Südpfalz als Brutplatz nutzen, betrifft es während dieser Zeit ( Februar - Juli ) auch den Klettersport.
Nach harten Auseinandersetzungen und zum Teil ganzjährigen Felssperrungen begann man den gemeinsamen Dialog zu suchen. Im Klettergebiet tätige Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV), örtliche Klettervereinigungen, Sportkletterer und Naturschützer setzten sich, vorher beinahe undenkbar, an einen Tisch. Es wurde gemeinsam innerhalb des Arbeitskreis Klettern und Naturschutz Pfalz die Arbeitsgruppe "Felssperrungen und Vogelschutz" gegründet. In dieser sind auch die Unteren Landespflegebehörden der zuständigen Landkreise vertreten. Die Hauptaufgabe dieser Arbeitsgruppe liegt in der befristeten Festlegung von Felssperrungen für Wanderfalken und Uhu. Grundlage bildet ein gemeinsam erstelltes Arbeitspapier. Der Arbeitskreis trifft sich zwei mal jährlich. Die befristeten Felssperrungen werden im Rahmen der Herbstsitzung beschlossen. Ist ein Felsen gesperrt, so wird dies durch entsprechende Sperrschilder an den Zustiegen kenntlich gemacht. Die Liste der gesperrten Felsen wird über die Schaukästen der Pfälzer Kletterer und die Internetseiten der Pfälzer Kletterer, des DAV und auf unseren Seiten veröffentlicht. Die veröffentlichten Sperrungszeiten können kurzfristig geändert werden, deswegen ist zu beachten, dass immer die Sperrschilder oberste Priorität haben. Die einzelnen Brutfelsen werden von uns während der Sperrphase bewacht. Es sollte hierbei aber nicht unerwähnt bleiben, dass sich bei den Überwachungsaktionen, dem Anbringen und Entfernen der Sperrschilder auch Kletterer beteiligen.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gilt der Arbeitskreis "Klettern und Naturschutz" heute als vorbildliche und effiziente Arbeitsgruppe, die in der Kletterlandschaft Deutschlands ihresgleichen sucht.
Die Zusammenarbeit funktioniert ausschließlich durch die Personen in dieser Arbeitsgruppe. Sie besitzen die Fähigkeit, trotz unterschiedlicher Interessen und harter Verhandlungen, sich immer noch an einen Tisch zu setzen und sich in die Augen zu schauen.
Und dies sollte das Vorbild für anderer Regionen und Interessengruppen sein.